Kies glazialen Ursprungs

Jedes Jahr findet bei uns am KMG ein Ausflugstag statt. Und während der Großteil der K1 dieses Jahr nach Konstanz ging, um in Verbindung mit dem Geographie Thema „Stadt“ neue Eindrücke zu gewinnen, hatte Herr Schippers für seinen Geographie Leistungskurs andere Pläne.

Mit Sonnenbrillen und Fahrradhelmen machten sich die knapp 20 Schüler zusammen mit Herrn Schippers auf den Weg, mit dem Fahrrad die Landschaft hier am Bodensee besser kennen zu lernen.

Doch was erstmal wie eine reine Fahrradtour klingen mag, war eigentlich eine Exkursion, die das Herz der Erdgeschichte erklären würde. Denn während der Blick auf den See und das schöne Wetter ganz nett waren, lag der spannende Teil dieses Ausfluges in dem Besuch bei einem Kieswerk von Meichle und Mohr.

Unweit von Tettnang begrüßte uns Stephan Kunz, ein Geologe, der für Meichle und Mohr geeignetes Abbaumaterial sucht. In einer Kiesgrube selbst erklärte er uns, worauf beim Kiesabbau geachtet werden muss, wo Kies alles verwendet wird und nutze die Umgebung, um alles verdeutlichen zu können. Ob er nun auf verschiedenen Anlagen gezeigt hat, um zu erklären, wie diese in den Abbauprozess integriert wären oder an Steilhängen verschiedenen Gesteinsschichten aufzeigte, die über das Alter des Abbaumaterials Auskunft geben, Herr Kunz war bestens vorbereitet und konnte tolle Einblicke liefern. Spannend wurde es dann besonders, als er den Bezug zu dem Schwerpunktthema „Glaziale Serie“ herstellte und uns aufklärte, wie denn der ganze Kies hier zustanden gekommen war und warum ausgerechnet der Bodenseekies so hochwertig sei. Das alles liegt nämlich an der glazialen Überprägung, die viele verschiedenen Gesteinsarten mitbrachte und daraus neue Sedimentite, unseren jetzigen Kies, formte. Aufgrund der großen Diversität des Kieses, zurückzuführen auf die verschiedenen Gesteine, die ihn geschaffen haben, ist er besonders vielseitig anwendbar.

Nach diesem sehr interessanten Einblick, machten sich die Schüler wieder auf den Weg, mit den Fahrrädern weiter und ließen den Ausflugstag auf dem Tettnanger Lindenbuckel bei einem Eis ausklingen, während Schüler Präsentationen zu der umliegenden Landschaft hielten und erklärten, wie diese durch Gletscher geprägt worden war.