Ich weiß, es ist schon ziemlich spät, jetzt über den Start des neuen Schuljahres zu schreiben, aber ich muss alleine entscheiden, worüber meine nächste Kolumne sein soll, und das ist das einzige Thema, das mir eingefallen ist.
Also, willkommen im Schuljahr 24/25! Wir haben wieder Klassenarbeiten, unnötige Hausaufgaben, viel zu lange Schlangen in der Mensa und keine Freizeit. Ich freue mich schon sehr.
Eigentlich nicht. Schon am ersten Tag hatte ich kein Bock mehr, vor allem als ich um sechs Uhr morgens aufwachen musste. Ich war kurz davor, mein Handy aus dem Fenster zu werfen.
Natürlich nutzen Lehrer die ersten Tage, um Organisationssachen mit der Klasse zu besprechen, aber ich kann mir nicht in jedem Fach merken, wie viel schriftlich zu mündlich zählt. Klar, ich könnte es aufschreiben, aber ich werde es mir nie angucken. Für die meisten Fächer zählt schriftlich mehr, nur für die bilingualen Fächer zählen sie gleich.
Danach lernt man neue Lehrer kennen. Das Problem ist nur, dass sie auch unsere Namen lernen müssen und natürlich braucht man mindestens fünf Versuche, um meinen Namen richtig auszusprechen. Manchmal vergessen sie die Struktur meines Namens und dann heiße ich plötzlich Diana oder Daria. Diana ist eigentlich ein schöner Name, ich verstehe nicht, wieso meine Eltern mich Dania genannt haben. Ich verstehe, dass es schwer ist, viele neue Namen auf einmal zu lernen, vor allem Namen, die man nie zuvor gesehen oder gehört hat, aber ich darf schon sagen, dass es manchmal richtig nervt und gleichzeitig lustig ist.
Manchmal benutzen wir auch Namensschilder, die nervig sind, weil sie immer umkippen, meistens aber hat der Lehrer ein Blatt mit der Sitzordnung, damit er/sie unsere Namen so lernen kann. Das einzige Problem daran ist, dass wir manchmal einfach woanders sitzen, weil jemand krank ist und man nicht alleine in der Reihe sitzen will. Oder man sitzt einfach woanders, weil man es so will. Der Lehrer hat dann einfach eine Challenge, weil wir nicht nur die ganze Zeit reden, sondern weil er/sie nicht weiß, wer redet.
Man muss auch neue Räume auswendig lernen. Ich denke immer noch, dass unser Klassenzimmer oben ist, obwohl es jetzt im anderen Gebäude liegt. Mein Gehirn muss erst alles vom letzten Jahr vergessen, um sich Sachen von diesem Jahr merken zu können.
Wenigstens kam meine Freundin aus meiner alten Schule hierher, sodass ich jetzt nicht nur ein, sondern zwei Freunde habe, mit denen ich abhängen kann. Und ich kann wieder Kolumnen schreiben und meinen sehr drastischen Blick auf alles und jeden aufschreiben. Auch wenn ich nie weiß, worüber ich schreiben soll.
Also, ich bin jedenfalls immer aufgeregt auf den Schulstart, obwohl ich mich immer noch nicht an die frühe Aufstehzeit oder den neuen Klassenräumen gewöhnt habe. Wenigstens gibt es im ersten Halbjahr keine Mücken, die das Leben unnötig schwer machen.

