Der „Gumpige“ mal anders – Online-Kostümwettbewerb am KMG

Der Narrensturm am KMG fiel am diesjährigen „Gumpigen“ leider der Pandemie zum Opfer. Statt der traditionellen Schülerbefreiung fand Online-Unterricht nach Stundenplan statt, anstelle einer Fasnetsparty im Cinema also Mathe, Deutsch und Biologie vor dem Computer.

Dass die KMG-Schüler*innen nicht ganz auf ihren „Gumpigen“ verzichten mussten, dafür sorgte die SMV. Unter der Leitung der Zehntklässlerinnen Emma Neubauer und Madita Mosch organisierte der Arbeitskreis „Gumpiger“ einen Online-Kostümwettbewerb. Auf der Lernplattform Moodle wurde dafür eigens ein Raum eingerichtet, in den die Schüler*innen Bilder von sich in ihren Lieblingskostümen einstellen konnten. Mit ihren originellen Verkleidungen machten es die Schüler*innen der Jury – darunter auch die beiden Verbindungslehrer Katja Keir und Lasse Entenmann - nicht leicht. Welches Kostüm letztendlich gewann, zeigt die Bildergalerie.

Zurück in die Vergangenheit: ZDF-Info im Schulmuseum

„Achtung…! Und bitte…!“ So klang es an einem aufregenden Filmtag für fünf Achtklässler des KMG am Montag, dem 12. Oktober. Hannah Knaier, Marie Dipping, Frieder Werner, Jannis Chryssowergis und Oliver Maletic aus der 8b wurden zu Hauptdarstellern einer Fernsehproduktion der ZDF-Info-Reihe „Das war dann mal weg“.

In der Episode begeben sich die fünf Schüler auf einer Zeitreise und erfahren, wie sich Schule im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Welcher Drehort bietet sich hierfür besser an als das Schulmuseum in Friedrichshafen? Es war kein Problem am KMG, das schon lange mit dem Schulmuseum kooperiert, interessierte Schüler zu finden, die gerne vor der Kamera mitwirken wollten. Das Aufnahmeteam - inklusive modernster Kameratechnik - reiste extra aus Stuttgart an. Wie Marie und Hanna später verrieten, waren alle jungen Mitwirkenden vor ihrem TV-Auftritt nervös.

Doch mit Beginn der Aufnahmen legte sich die Aufregung. Museumsleiterin Dr. Friederike Lutz und Museumsführer Rudolf Öttl zeigten den jungen Schülerinnen und Schülern von heute Utensilien aus dem Schulalltag von damals. Schiefertafeln, Federkiele oder der Matritzendrucker, ein Vorgänger des modernen Kopierers, ließen die Schüler staunen und zeigten, wie schnell sich die Dinge weiterentwickelten. Momentan ist die Digitalisierung in aller Munde: Tafeln werden durch Whiteboards ersetzt und Hefte durch Tablets. Unsere Schüler waren sich einig, dass die Handschrift in der Schule an Bedeutung verlieren wird.
Alle bestätigten jedoch, dass ihnen das Schreiben mit der Hand auch fehlen würde.

Konstantin Wolf Drittbester in Baden-Württemberg

Einen außergewöhnlichen Erfolg hat der Zehntklässler Konstantin Wolf vom Karl-Maybach-Gymnasium verbuchen können. Beim landesweiten Diercke-Wissen-Geographie-Wettbewerb belegte er den dritten Platz.

46 Schulen und damit ca. 800 Schülerinnen und Schüler nahmen in diesem Jahr am Landeswettbewerb teil, bei dem weltweites Erdkunde-Wissen abgefragt wurde. Geographie-Lehrer Markus Alle, der den Wettbewerb am KMG jährlich organisiert, durfte dem Drittplatzierten eine Urkunde und ein Buchpräsent überreichen. Konstantin Wolf zeigte sich bei der Preisverleihung hoch erfreut. „In den vergangenen Jahren habe ich zweimal den Schulsieg knapp verpasst, deswegen freue ich mich nun über den landesweit dritten Platz besonders“, so der diesjährige Schulsieger, der sich seit seiner Kindheit für Geographie begeistert und in seiner Freizeit auch gerne in Atlanten blättert. Gut möglich, dass er seiner Leidenschaft nach dem Abitur weiter nachgeht. Der Zehntklässler kann sich ein Geologie-Studium im Anschluss an seine Zeit am KMG gut vorstellen.

Litfaß NEU denken!

Als im ersten Drittel des 19ten Jahrhunderts die sog. „Wildplakatierung“ in Berlin weiter zunahm war es der Druckereibesitzer und Verleger, Ernst Litfaß, der mit der Idee einer runden Anschlagsäule für Plakate auf Gehwegen die Informationsverteilung neu dachte. Die sogenannte „Litfaßsäule“ war geboren.

Mehr als 150 Jahre später denken wieder Menschen über die „Zähmung“ von wilder Plakatierung und wilden Plakatierer*innen nach. Diesmal aber nicht in Berlin sondern in Friedrichshafen. Und es sind auch nicht die innerstädtischen Bauzäune, Hauswände oder Gartenmauern, die es als angenommen problematische und unübersichtliche Werbezonen zu überdenken gilt. Es sind Schrankwände und Flure, Türen und sogar Fenstersimsen. In Schulen. Genauer gesagt, im Karl-Maybach-Gymnasium. Einer Schule inmitten des digitalen Informationszeitalters, umgeben von zunehmender Informationsflut.

Geboren wurde hier von einer Gruppe handwerks- und technikinteressierter junger Menschen die Idee der „Litfaß 3.0“, einer drei Meter hohen, skulpturalen Infosäule mit drei großformatigen Magnetwänden für Plakate, Zeitungsseiten, Flyer bzw. für alles, was sich magnetisch pinnen lässt. Damit aber nicht genug, denn was im Berlin der 1840er Jahre noch nicht einmal vage Zukunftsmusik war, nämlich die Möglichkeit, Informationen aus zusammengeschraubten „Kästen“ zu empfangen, ist heute längst Standard. Und nennt sich Podcast.

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