„DELF scolaire intégré“ am KMG – Es gibt nichts zu verlieren!

Dieses Jahr konnten sich viele Schüler der zehnten Klassenstufe ein sogenanntes DELF-Zertifikat im Rahmen des Projekts „DELF scolaire intégré“ an unserer Schule sichern. Was das alles (sein) soll? Ich versuche, es im Folgenden zu erläutern.

Das Projekt steht in Kooperation mit dem französischen Fortbildungszentrum „France Éducation International“ (FEI). Es beinhaltet, dass alle Französisch-Klassen der zehnten Jahrgangsstufe eine zentrale Klassenarbeit schreiben. Sie ersetzt die dritte Arbeit im Schuljahr und beinhaltet ihrerseits drei Teile: Einen Hör-, einen Leseverstehens- und einen Textproduktionsteil. Wird sie bestanden, was so gut wie immer auch der Fall ist, kann man freiwillig einen mündlichen Teil absolvieren. Er ist, wie die schriftliche Klassenarbeit auch, in drei Teile gegliedert: einen Teil, in dem man sich selbst auf Französisch den Prüfern vorstellt, einem zweiten, indem mit einem Prüfer ein Dialog geführt wird, und einem dritten textgebundenen Teil, für den man Vorbereitungszeit hat. Besteht man auch hier, erhält man das besagte DELF-Zertifikat. Der mündliche Teil ist zwar nur gegen einen Preis von zwanzig Euro möglich, die Kosten liegen aber deutlich unter denen, die man benötigt, um das DELF-Diplom privat zu erlangen.

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Dieses Jahr sicherten sich viele SchülerInnen der zehnten Klassenstufe ein DELF-Zertifikat.

Was aber ist das DELF-Diplom nun aber eigentlich? Das „diplôme d‘études en langue française“, übersetzt „Diplom über Studien in französischer Sprache“, ist ein Nachweis über das Vorliegen von besonderen Französischkenntnissen. Zudem zeigt es, dass der Schüler/die Schülerin sich selbst engagiert hat. Das Diplom wird vom Karl-Maybach-Gymnasium auf dem Niveau B1 angeboten und ist weltweit anerkannt.

Das "DELF-" Programm ist die Möglichkeit unsere Sprachkenntnisse durch eine schriftliche und mündliche Prüfung nachzuweisen. Neben der frühzeitigen Übung einer echten Prüfungssituation, wie sie beispielsweise im Abitur vorkommt, bietet "DELF" uns die Möglichkeit mit unseren aktuellen schulischen Leistungen etwas Nützliches für unsere Zukunft zu erlangen. Man kann so ein Sprachdiplom im schulischen Kontext erwerben. Warum sollte man diese einmalige Gelegenheit nicht nutzen?

Statement von Florian Lenz, 10c

Soviel zu den Fakten. Warum aber sollte man den mündlichen Teil überhaupt machen, wenn der schriftliche zum Durchkommen in Französisch fürs Zeugnis bereits ausreicht? Durch das erzielte Diplom kann man bei jeglicher Art von Bewerbungen, seien es Praktika-, Ausbildungs- oder Studienbewerbungen im In- oder Ausland, aus der Masse der Bewerber herausstechen und die Chancen auf eine Annahme erhöhen – und es gilt lebenslang! Es motiviert außerdem oft für den weiteren Französischunterricht und ähnelt des Weiteren dem mündlichen Abitur im Schulfach Französisch und ist so eine gute Vorbereitung darauf.

Dieses Jahr haben alle Schüler meiner Französisch-Klasse den schriftlichen Teil bestanden, wenn auch an manchen Ecken knapp. Vielleicht klingen die darin gestellten Aufgaben im Vorfeld anspruchsvoll, doch ist die schriftliche Klassenarbeit gut machbar. Für mich persönlich wie auch für viele andere aus meiner Klasse jedenfalls reichten durch ein gutes Bestehen der Klassenarbeit eine viel geringere Punktzahl im mündlichen Teil als man hätte erreichen können, um das Diplom zu erhalten. Aber auch Kandidaten, die im schriftlichen Teil nicht so gut abgeschnitten hatten, bestanden im mündlichen souverän. Natürlich, niemand kann leugnen, dass man in der Vorbereitungszeit – sowohl des schriftlichen als auch des mündlichen Teils – aufgeregt ist, aber auch bei mir lief vieles besser als gedacht. Zudem lernt und übt man ja im Vorfeld mit seinem Lehrer, wodurch man die Aufgabenstellungen kennenlernen kann.

Als uns erstmals die Möglichkeit angeboten wurde die DELF B1 Prüfung zu absolvieren, stand ich diesem Vorschlag etwas unsicher gegenüber. Ich fürchtete es wäre einfach zusätzliche Arbeit zu einem sowieso schon vollem Schuljahr, doch es stellte sich heraus, das meine Befürchtungen unbegründet waren. Tatsächlich entsprach die Prüfung demselben Niveau, wie die Klassenarbeiten zuvor auch. Sogar die mündliche Prüfung, vor der ich mich so gefürchtet hatte, ließ sich überraschend schnell und einfach meistern, sodass es am Ende sogar Spaß gemacht hat. Meiner Meinung nach, ist es nur empfehlenswert diese Prüfung zu machen, vor allem für jemanden, der in der Kursstufe Französisch abwählen, aber trotzdem etwas für diese fünf Jahre Französischunterricht vorzeigen möchte.

Statement von Klara Kuvatova, 10c

Was kann man also am Ende sagen? Es gibt nichts zu verlieren. Alles ist gut machbar und läuft oft besser als geplant. Französisch muss als Sprache lebendig sein, also ist es durchaus sinnvoll, den mündlichen Teil zu durchlaufen; er bringt viele Vorteile und hebt sich ab vom restlichen, oft theoretischen Unterricht. Auch, wenn der mündliche Part nicht bestanden wird, wird die Erfahrung nicht umsonst sein. Wer weiß: Vielleicht hilft es ja für Französisch in der Kursstufe oder einen Urlaub in Frankreich…

Geschrieben von Laurin Bennet Hofmann

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